Eine Befragung der Switzerland Global Enterprise bei 150
exportorientierten KMU im Dezember 2015 zeigt interessante Einblicke, wie sich
diese Unternehmungen im Verlaufe des Jahres der Aufhebung des stabilen Franken
– Eurokurses angepasst haben und welche ihrer Stakeholder davon betroffen
wurden. Generell zeigt sich, dass das Exportvolumen gehalten werden konnte,
dass indessen im Durchschnitt klare Margenverluste hingenommen werden
mussten. Rund dreiviertel der befragten Firmen meldeten einen Margenverlust;
bei 41 % lag der Rückgang allerdings nur bei 1 bis 10 %. Die Umfrage zeigt aber
auch, dass die Unternehmungen mit verschiedenen Massnahmen versuchten,
die negativen Entwicklungen aufzufangen oder doch in Grenzen zu halten.
Rund ein Viertel der Befragten meldeten sogar eine Margenverbesserung oder
lediglich eine Stagnation.
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Mittwoch, 3. Februar 2016
Stakeholder-Belastung durch Frankenschock
Eine Befragung der Switzerland Global Enterprise bei 150
exportorientierten KMU im Dezember 2015 zeigt interessante Einblicke, wie sich
diese Unternehmungen im Verlaufe des Jahres der Aufhebung des stabilen Franken
– Eurokurses angepasst haben und welche ihrer Stakeholder davon betroffen
wurden. Generell zeigt sich, dass das Exportvolumen gehalten werden konnte,
dass indessen im Durchschnitt klare Margenverluste hingenommen werden
mussten. Rund dreiviertel der befragten Firmen meldeten einen Margenverlust;
bei 41 % lag der Rückgang allerdings nur bei 1 bis 10 %. Die Umfrage zeigt aber
auch, dass die Unternehmungen mit verschiedenen Massnahmen versuchten,
die negativen Entwicklungen aufzufangen oder doch in Grenzen zu halten.
Rund ein Viertel der Befragten meldeten sogar eine Margenverbesserung oder
lediglich eine Stagnation.Mittwoch, 16. September 2015
Unangenehme Leader und Innovation
Eine implizite Annahme des Leadership-Ansatzes der
Stakeholder View ist, dass Führungspersonen möglichst empathisch, freundlich
und „nett“ zu sein haben. Man lässt sich auf die Mitarbeiter als Individuen ein,
berücksichtigt fortwährend ihre Bedürfnisse und Gefühle und arbeitet gezielt auf
ein harmonisches Arbeitsklima zu. Eine Legitimation erhält dieser
Leadership-Ansatz in der Geschichte unserer Spezies: Der Triumphzug des Homo sapiens auf der Erde beruht nicht
zu Letzt darin, dass Menschen eine überaus hochentwickelte Fähigkeit zur integrativen
Kooperation besitzen, wobei Empathie, Rücksichtnahme und eine Bändigung von übermässigen
Dominanzgebaren ein unabdingbarer Teil davon sind. Dennoch stellt sich die Frage
ob ein angenehmer, integrativer Führungsstil der Innovationfähigkeit einer Organisation
optimal dient. Denn höchst erfolgreiche Führungspersönlichkeiten wie Steve Jobs
(Apple), Andy Groves (Intel), Jeff Bezos (Amazon) und auch Bill Gates (Microsoft) waren bekanntermassen
alles andere als angenehm zum Zusammenarbeiten.
Donnerstag, 16. Juli 2015
Blogbeitrag Gipfeli-Konferenz Kommunikation
An die letzte Gipfeli-Konferenz vor den Sommerferien haben wir die Vertreter der Kommunikationsbranche eingeladen. Die interessante Runde hat sich zusammengesetzt aus Frank Bodin, CEO Havas Worldwide Switzerland & Austria, Hans-Peter Nehmer, Head of Corporate Communications bei Allianz Suisse, Martin Bahnmüller, Head of Corporate Communications Kaba Holding, Gaby Tschofen, Head Corporate Communications Barry Callebaut AG, Catherine Duttweiler, Kommunikationschefin des Bundesamts für Statistik, Christian Winiker, Dozent Kommunikation HWZ, Cyrill Meier, Leiter des Center for Communication bei der HWZ, Sybille Sachs, Leiterin des Instituts für Strategisches Management, sowie Matthias Mölleney, Leiter des Center for Human Resources Management & Leadership.
Mit den Gipfeli-Konferenzen soll den Vertretern der einzelnen Branchen die Möglichkeit zum Austausch zum Thema Leadership gegeben werden.
Mit den Gipfeli-Konferenzen soll den Vertretern der einzelnen Branchen die Möglichkeit zum Austausch zum Thema Leadership gegeben werden.
Mittwoch, 14. Januar 2015
Kontrolle oder Vertrauen – was ist besser? Die Vertrauensarbeitszeit.
Die Vertrauensarbeitszeit ist als neues Arbeitszeitmodell auf dem Vormarsch. Das Konzept funktioniert aber nicht ohne Voraussetzungen.
In seinem Blogbeitrag der letzten Woche widmete sich Thomas Scheider einer Analyse der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Schweizer Detailhandel. Ein in diesem Zusammenhang an Popularität gewinnendes Konzept, das den Arbeitnehmenden mehr Flexibilität einräumt, ist die sogenannte Vertrauensarbeitszeit: Mitarbeitende erfassen ihre Arbeitszeit nicht mehr per Chipkarte oder Computersystem, sondern entscheiden selbst, wieviel sie wann und wo arbeiten.
Donnerstag, 14. August 2014
Von Vielfliegerei für den Klimaschutz und Wachstum trotz Ressourcenschonung
Seit 2005
finden alle Jahre UN-Klimakonferenzen zum Zweck des Klimaschutzes statt. Eine davon
war jene 2009 in Kopenhagen, welche bekanntlich scheiterte, da keine
verbindliche Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll gefunden wurde. Zu
diesen Konferenzen müssen die Teilnehmenden hinreisen, normalerweise mit dem
Flugzeug. Insgesamt wird im Namen des Klimaschutzes sehr viel oder immer mehr hin-
und hergeflogen.
Neben den
UN-Klimakonferenzen treffen sich z.B. Klima-Wissenschaftler verschiedenster
Bereiche ebenfalls immer wieder an Konferenzen. Das Wachstum der Mobilität
nimmt also nicht zuletzt auch in Bereichen zu, welche eigentlich nach nachhaltigen
Problemlösungen suchen. Dies ist widersprüchlich und konterkariert die eigenen Ziele.
Im Kern geht
es bei Nachhaltigkeitsthemen (wozu auch der Klimaschutz gehört) immer auch um
die Bewusstwerdung der Knappheit gewisser Ressourcen, respektive der Gleichgewichtsstörung
durch übermässigen Ressourcenverbrauch (z.B. Anstieg Co2-Konzentration durch
Verbrauch fossiler Brennstoffe). Das sind Themen, die unserer nach wie vor
primär auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaft zu schaffen machen: Wie eben
gesehen, nehmen ja gar die Mobilitätsbewegungen in der Klimapolitik und -wissenschaft
eher zu.
Obwohl sich
vor dem Hintergrund der Probleme wie dem Klimawandel ein schonender Umgang mit
Ressourcen aufdrängt, bedeutet dies aber nicht automatisch die Notwendigkeit eines
Wachstumsstopps. So weist z.B. die Philosophin und Politologin Lisa Herzog
darauf hin, dass gängige Kennzahlen der Messung der Wirtschaftsleistung wie das
Bruttoinlandprodukt (BIP) nicht unterscheiden, ob eine Leistung aufgrund eines
grösseren oder eines geringeren Ressourcenverbrauchs zustande kam: Ob ein
Automodell sehr häufig verkauft wird, weil es ein schickes, aber
(ressourcen)aufwändiges Design hat oder weil es einen massgeblich tieferen Kraftstoffverbrauch
hat, wird durch das BIP nicht erfasst.
Genau hier
liegt der Schlüssel: Wachstum kann entweder durch den Verschleiss von mehr Ressourcen stattfinden, oder durch technische oder soziale Innovation. Ein
auf Innovationen basierendes Wachstum, das sich ausserdem am Ziel der Nachhaltigkeit
orientiert, kann helfen den Ressourcenverschleiss zu reduzieren. Auf Wachstum
an sich müsste so also nicht verzichtet werden.
Ein Ansatz der
in diese Richtung denkt, ist z.B. das Cradle-to-Cradle-Modell, bei dem kein Abfall
entsteht, da das bei der Produktion anfallende überschüssige Material sowie das
eigentliche Produkt selbst nach seiner Nutzung als Rohstoff wieder verwertet,
also nicht entsorgt wird. Ein anderer Ansatz ist z.B. die Share-Economy, bei
welcher es betreffend Gütern (inkl. Wissen) nicht mehr primär um das Besitzen dieser
geht, sondern um eine gemeinsame Nutzung (z.B. Car-Sharing, Teilen von
Arbeitsräumen [zeitlich und räumlich]). Dieser Ansatz zeigt auch, dass neben
technischen genauso soziale Aspekte wichtig sind: ohne die Bereitschaft der
Menschen zu teilen, funktioniert es nicht.
Solche und
andere innovative Konzepte helfen, den Ressourcenverbrauch zu drosseln ohne das
wirtschaftliche Wachstum grundsätzlich in Frage zu stellen. Im Bereich des
Klimaschutzes sollte man sich nur schon der Glaubwürdigkeit wegen vermehrt an
solche Konzepte halten, was selbstredend einen vermehrten Verzicht auf
klimaschädigendes Fliegen nahelegt. Überhaupt können wir uns, wenn man die
Ressourcenendlichkeit beachtet, ein anderes als ein innovativ-nachhaltiges
Wachstum gar nicht leisten.
Mittwoch, 2. April 2014
Gute Theorien
In Kreisen der Wissenschaften trifft man häufig die Meinung an, eine Theorie sei gut, wenn sie modellmässige Ursachen-Wirkungszusammenhänge (Kausalitäten) und quantitativ ausdrückbare Resultate zeigen könne. Diese Ansicht geht auf die sogenannten exakten Wissenschaften zurück, wo sie vielleicht Gültigkeit haben mag.Wie steht es aber damit in den Geistes - und Sozialwissenschaften?
Bei der Durchsicht führender Fachzeitschriften, etwa der Oekonomie, gewinnt man den Eindruck, dass diese Auffassung ebenfalls uneingeschränkte Gültigkeit habe. Es dominieren Beiträge, die in irgendeiner Form quantitative Aussagen und modellmässige Kausalitäten aufzeigen können.
Bei der Durchsicht führender Fachzeitschriften, etwa der Oekonomie, gewinnt man den Eindruck, dass diese Auffassung ebenfalls uneingeschränkte Gültigkeit habe. Es dominieren Beiträge, die in irgendeiner Form quantitative Aussagen und modellmässige Kausalitäten aufzeigen können.
Mittwoch, 19. Februar 2014
Masseneinwanderung, Wachstumszwang und kreative Metropole
Volksabstimmungen in der Schweiz können
sich schnell einmal zu einem öffentlich Zugängen Politkrimi entwickeln, da das
Volk als Souverän das (im Vergleich zu anderen Ländern ziemlich
aussergewöhnliche) Recht hat, ungeachtet der Empfehlung ihrer Regierung, den betuchten
Interessensverbänden und den Expertenwarnungen, einfach ein „Stopp, so nicht!“
einlegen darf und kann. So war es denn auch bei der von der SVP lancierten und
nun knapp gewonnenen „Gegen Masseneinwanderung“ Initiative
Die Reaktionen zu diesem Resultat erzeugten
die vorhersagbaren Wellen und Wogen der Entrüstung, Hyperbel und Panik (der
Jubel blieb im Vergleich recht gedämpft): die Schweiz vor dem wirtschaftlichen
Abgrund, als nun isolierte Insel der glückseligen Xenophoben, als verwöhntes
Bauernvölklein das den Röstigraben aufgerissen hat und der EU eine Ohrfeige verpasste.
Treffen diese Aufschreie aber tatsächlich
zu?
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