Europa kann aufatmen. Die Griechen, so scheint es, konnten endlich zur Räson gebracht werden. Im besten Fall reumütig, im schlechtesten Fall taktierend, hat die Regierung Tsipras mit ihrem Finanzminister Varoufakis zentrale Wahlversprechen gegenüber dem griechischen Volk fallen gelassen und eine Einigung mit den europäischen „Institutionen“ über die Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms erzielt. Natürlich, da ist sich die Wirtschaftspresse fast einhellig einig, gehen die zugestandenen Reformvorschläge Griechenlands zu wenig weit. Aber immerhin. Griechenland scheint auf den richtigen Weg zurückgekehrt zu sein. Auf einen Weg, auf dem ein Staat nicht "auf Dauer auf Kosten der anderen über seinen Verhältnissen" (NZZ, 16.2.2015) lebt.
Hat nun endlich die Vernunft gesiegt? Ist wirklich alles so einfach?
