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Freitag, 14. November 2014

Der Fachkräftemangel, die Wirtschaft und der Mensch

Gestern war ich an der Tagung zum Thema „Arbeit im Lebensverlauf“. Ein Tag lang sprachen Personen aus der Perspektive der Arbeitnehmer, Arbeitgeber, der Politik und der Wissenschaft miteinander über den Fachkräftemangel in der Schweiz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und über das „Potenzial“ älterer Arbeitnehmer. Ich möchte hier im Anschluss die spannendsten Punkte der gestrigen Veranstaltung zusammenfassen.

Der Fachkräftemangel ist seit der Annahme der Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“ vom 9. Februar ein von allen politischen Lagern anerkanntes Problem. Die Ironie der Geschichte ist, dass nun alle Parteien nach Lösungen zur Ausschöpfung des gesamten (inländischen) Arbeitspotentials rufen. Dies betrifft insbesondere die Frauenförderung und die Förderung älterer Arbeitnehmenden. Nun muss schnell gehandelt werden, die Instrumentarien wirken schliesslich nicht von heute auf morgen! Am besten fangen wir heute damit an:

Freitag, 8. August 2014

Die 1000-Dollar-Pille

Seit diesem Frühjahr ist die sogenannte 1000-Dollar-Pille in der Schweiz zugelassen. Diese Pille, entwickelt von der amerikanischen Pharmafirma Gilead, ist eine radikale Innovation zur Behandlung von Hepatitis C: Die Heilungschancen sind mit über 80%, wie klinische Studien bestätigen, überaus hoch, der Behandlungszeitraum ist im Vergleich zu herkömmlicher Medikamenten kurz und ebenso sind die Nebenwirkungen geringer. Dieser erfreuliche Fortschritt schlägt sich aber nieder auf die monetäre Bilanz der Patienten bzw. der Krankenkassen: In den USA geht die Packung für 28‘000 Dollar über den Ladentisch (was dann eben die schwindelerregende Zahl von 1000$ pro Pille ergibt). Seit dem 1. August ist das Medikament nun auf der Spezialitätenliste des schweizerischen BAG und wird somit von der Grundversicherung zumindest teilweise übernommen worden.

Donnerstag, 10. Juli 2014

E pluribus unum

Das Verhalten von öffentlichen, privaten und Non-Profit-Organisationen betrifft in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft eine immer grösser werdende Anzahl von Akteuren. Gerade hinsichtlich komplexer sozio-ökonomischer Themen sehen sich organisationale Entscheidungsträger einer grossen Anzahl von Stakeholdern mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und Interessen gegenüber. Die Bemühungen von Organisationen, diese Stakeholderinteressen miteinander zu vereinbaren, zeigt sich beispielsweise in der Vision des Konsumgüterherstellers Unilever „[...] to double the size of the business while reducing our environmental footprint and increasing our positive social impact“ (Unilever, Annual Report 2013), welche die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf verschiedene Akteure berücksichtigt.