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Mittwoch, 10. Februar 2016
Akquisitionen im globalen Wettbewerb: Politik oder Wirtschaft?
Die geplante Akquisition von Syngenta durch ChemChina führt uns vor Augen, dass bei
dieser potenziellen Übernahme ganz andere Mechanismen spielen, als bei Unternehmungsakquisitionen in einem
marktwirtschaftlichen System sonst üblich sind. Dort bieten bisherige
Eigentümer ihre Aktien auf einem ‚Markt für Unternehmungen‘ an, und die
Interessenten (z.B. Konkurrenten oder andere Investoren) unterbreiten ihre
Angebote basierend auf ihren ökonomischen Erwartungen und Überlegungen. Auf
diesem Hintergrund hat sich ein zeitgemässes Verständnis von Akquisitionen
entwickelt, das die Nutzen und Risiken aller beteiligten und betroffenen
Stakeholder ins Zentrum stellt (vgl. Sachs & Rühli 2011).
Mittwoch, 13. Januar 2016
Klima-Stakeholder: Lieben wir unseren Planeten zu Tode?

Ob spontaner Wochenendausflug in die herrlichen Berge um den
Chef zu vergessen oder die langersehnte Überseereise zu den bunten Korallenriffen
um den Geist auszulüften, Reisen ist für viele Wohlstandsbürger der Schweiz zu
einem Selbstverständnis geworden wie der Dessert nach einem gemütlichen Abendmahl.
Aber Reisen, wie auch (zu viele) Desserts, hinterlassen bekanntlich unerwünschte
Spuren, auch wenn diese nicht immer unmittelbar erkennbar sind.
Mittwoch, 25. November 2015
Volkswagen Skandal: Diagnose „Gesellschafts-Schizophrenie“
Der VW-Skandal zeigt auf eindrückliche Art und Weise, dass
moralischer Verfall oft ansteckend ist. Es wird nun geschätzt, dass ein paar Dutzend
Mitarbeiter über Jahre direkt in den Manipulationen involviert waren, ohne dass
auch nur eine einzige Person als „Whistleblower“ hervorgetreten sei. Wie es
dazu genau kommen konnte, wird heute noch untersucht und darüber spekuliert.
Was auch immer bei diesen Untersuchungen herauskommen wird, für mich ist dieser
Fall symptomatisch für eine Wirtschaftsordnung, die die Menschen nahezu systematisch
zwingt, ihre gelebten und kultivierten Werte zwischen ihrer professionellen
Tätigkeit und ihrem privaten Umfeld zu trennen. Am Wochenende kümmert man sich
führsorglich um die Familie oder man engagiert sich brüderlich, bzw.
schwesterlich in der Kirche. Am Montag verhandelt man dann aber wieder
knallhart, um den besten Preis, das höchste Salär oder den grössten Profit zu
ergattern, allzu oft achtlos, ohne die weiteren menschlichen, sozialen und
ökologischen Konsequenzen zu bedenken.
Montag, 2. November 2015
Netzwerke liegen im Trend, scheitern aber am Faktor Macht: Der Fall Fifa
Der Netzwerkansatz gewinnt in der Wirtschaft an Bedeutung und könnte zum Mainstream werden. Das ist sinnvoll, denn dieser Ansatz denkt dezentraler und zieht Unternehmensgrenzen weniger scharf als klassische ökonomische Ansätze. Dies spiegelt die heutige Realität eher, in der Grenzen und Zentralität durch innovative IT-Lösungen und gesellschaftliches Verständnis aufgeweicht werden (Bsp. Home-Office). Dank seinen Eigenschaften ist der Netzwerkansatz zudem gut in der Lage, Potentiale von Kooperationen mit Stakeholdern effektiv zu nutzen, da nutzenstiftende und risikominimierende Zusammenarbeiten generell einfach und umfassend möglich sind.
Donnerstag, 6. August 2015
Asyldebatte: Dank Stakeholderanalyse systematisch andere Perspektiven einnehmen
In den Schweizer Medien wird, getrieben durch das alt bekannte und wirkungsvolle Agenda-Setting der SVP, eine „Asyldebatte“ geführt. Während erneut ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer untergeht und Dutzende von Menschen dabei sterben, wird hierzulande diskutiert, dass „die absoluten Gesuchszahlen stark ansteigen und für die kleine Schweiz viel zu hoch sind“ (siehe Tagesanzeiger vom 05.08.). Klar ist, es werden Emotionen in die politische Diskussion getragen, von rechts wird Angst geschürt und von links Empathie verlangt, ohne sich dabei die Komplexität der Situation vor Augen zu führen. Meiner Ansicht nach, sind Gefühle hier nicht falsch, aber eine Situationsanalyse könnte helfen, die Sache etwas differenzierter und aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen.
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Kritik an der traditionellen Oekonomie
In einem Artikel in der NZZ vom 26.4.2014 berichtet der Redaktor Andreas Uhlig, dass Andrew Haldane, Exekutivdirektor der Bank of England, fundamentale Kritik an den Grundmauern der heutigen Ökonomie geübt habe. Er betonte dabei "dass ungehemmtes Eigeninteresse von Individuen und Unternehmungen, Gier und grenzenloser Wettbewerb ... der Gesellschaft geschadet und sie ärmer gemacht habe." Er plädierte dafür, "einige der grundlegenden Bausteine der vorherrschenden Ökonomie zu überdenken. “Dies würde zu einer Neuformulierung von Annahmen und Erkenntnissen der volkswirtschaftlichen Theorie führen. Aber auch auf der Stufe der einzelnen Unternehmung und in der Theory of the Firm hätte das weitreichende Konsequenzen.
Aus der Sicht unseres Institutes ist die Kritik einer so renommierten Persönlichkeit von speziellem Interesse, da wir schon seit mehr als 10 Jahre unserer Forschung auf eine solche Kritik der Grundannahmen der Theory of the Firm und der unternehmerischen Strategie ausgerichtet haben.
Aus der Sicht unseres Institutes ist die Kritik einer so renommierten Persönlichkeit von speziellem Interesse, da wir schon seit mehr als 10 Jahre unserer Forschung auf eine solche Kritik der Grundannahmen der Theory of the Firm und der unternehmerischen Strategie ausgerichtet haben.
Freitag, 8. August 2014
Die 1000-Dollar-Pille
Seit diesem Frühjahr ist die sogenannte 1000-Dollar-Pille in der Schweiz zugelassen. Diese Pille, entwickelt von der amerikanischen Pharmafirma Gilead, ist eine radikale Innovation zur Behandlung von Hepatitis C: Die Heilungschancen sind mit über 80%, wie klinische Studien bestätigen, überaus hoch, der Behandlungszeitraum ist im Vergleich zu herkömmlicher Medikamenten kurz und ebenso sind die Nebenwirkungen geringer. Dieser erfreuliche Fortschritt schlägt sich aber nieder auf die monetäre Bilanz der Patienten bzw. der Krankenkassen: In den USA geht die Packung für 28‘000 Dollar über den Ladentisch (was dann eben die schwindelerregende Zahl von 1000$ pro Pille ergibt). Seit dem 1. August ist das Medikament nun auf der Spezialitätenliste des schweizerischen BAG und wird somit von der Grundversicherung zumindest teilweise übernommen worden.
Montag, 12. Mai 2014
Stakeholdernetzwerke im Gesundheitsbereich
Ein spannender Blogbeitrag zum Thema Stakeholdernetzwerk im Gesundheitsbereich. Dabei geht es nicht nur darum, wer die Stakeholder sind, sondern auch welche(n) Zweck(e) die verschiedenen Stakeholder verfolgen. Lesen Sie mehr dazu hier!
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